Traditionen und Veranstaltungen in Hermsdorf

Maibaum setzen
Maibaum setzen

Maibaumsetzen in Hermsdorf

Eine alte Tradition im Holzland und in einigen anderen Orten unserer Region ist das jährliche Maibaumsetzen.
Nach Unterlagen im Stadtarchiv fand das erste Hermsdorfer Maibaumsetzen im Jahre 1854 statt. Der erste Maibaum, der am Gasthof "Zum schwarzen Bär" gesetzt wurde, war eine Birke. Mit dieser Maie wurde das neu erwachende Leben in der Natur gefeiert. Bald erkannte man, dass das Holz der Fichte wertvoller und begehrter war
und bei der Versteigerung besser die Kasse der Burschengesellschaft füllte. So wurde die Birke als Maibaum von schlanken Fichten abgelöst. In den 20iger Jahren fanden in Hermsdorf zeitweise drei Maibaumsetzen statt:

Maifest
Maifest

am Schützenhaus, am Gasthof "Zum schwarzen Bär" und am Rathaus.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Tradition nur in einer Gesellschaft fortgeführt. Einen Höhepunkt in der Geschichte des Hermsdorfer Maibaumsetzens bildete das im Jahre 1956, dem Jahr der 700-Jahr-Feier. Die Burschen organisierten ein besonderes Fest mit einem extra großen Baum. Das Setzen fand auf dem Rathausplatz unter Leitung von Richtmeister Hermann Plötner statt. Als danach das Interesse einzuschlafen drohte, ergriffen im Jahre 1959 die Burschen vom Berge die Initiative. Es begann die Ära des Maibaumsetzens auf dem Berge. Anfang der 80iger Jahre drohte dem Hermsdorfer Maibaumsetzen erneut das Aus, doch die Arbeiterfestspiele im Jahre 1984 verhinderten dies. Nach der Wende wurde ein eingetragener Verein gegründet. Den Höhepunkt der Vereinsarbeit bildete das Maibaumsetzen im Jahre 1993 unter Leitung von Richtmeister Helmut Schöppe. Dem Vorstand war es gelungen, die Kapelle der Berufsfeuerwehr Nizza/Frankreich zu engagieren. Die Maibaumgesellschaft ist gegenwärtig dabei, die Historie aufzuarbeiten und eine Chronik über das Maibaumsetzen zu schreiben.

Zu einem Maibaumsetzen im Thüringer Holzland gehört die echte Thüringer Rostbratwurst. Sie wird von Groß und Klein verspeist und geschätzt.

  • Die Thüringer Rostbratwurst schmeckt zu Semmel, Brot, Kartoffelsalat und kühlem Bier, das lob ich mir
  • Jeder Mensch kann kochen und backen lernen, aber zum Braten einer Thüringer Bratwurst muss einer geboren sein!
  • Der Thüringer ist erst ein Mann, wenn er Bratwurst braten kann!
Straßenfest
Straßenfest

Straßenfest in der "Alten Regensburger Straße"

Seit 1993 findet jährlich am Tag des offenen Denkmals (2. Wochenende im September) das Hermsdorfer Straßenfest statt. Traditionell wird das Straßenfest am Samstagabend mit einem Tanzabend im Innenhof des "Schwarzen Bär" eröffnet. Am Sonntag findet das eigentliche Straßenfest statt. Vom Gasthof "Zum schwarzen Bär", die Alte Regensburger Straße entlang bis hin zum Gasthof "Zur Linde" herrscht dann ein buntes Treiben.
Zahlreiche Handwerker zeigen traditionelles Handwerk, Händler und Gewerbetreibende bieten ihre Ware an, aber auch einheimische Vereine beteiligen sich an diesem Fest. Natürlich wird ein reichhaltiges Kulturprogramm angeboten. Von der Straßen- und Blasmusik bis hin zu Folk, Country sowie Dixieland, für jeden wird etwas geboten. Auf die kleinen Besucher warten zahlreiche Aktionen zum Zuschauen und Mitmachen. Das Hermsdorfer Straßenfest hat sich einen festen Platz im kulturellen Leben der Stadt und in der Umgebung erobert. Es findet in der Öffentlichkeit große Resonanz.

Großes Weihnachtskonzert

Das Hermsdorfer Weihnachtskonzert hat schon seit vielen Jahren Tradition. Damals und heute wird dieses vorwiegend durch einheimische Kulturgruppen gestaltet und durch die Stadt Hermsdorf organisiert. Aufgrund der immer steigenden Besucherzahl wurde dieses Konzert 1995 das erste mal in der Werner-Seelenbinder-Turnhalle durchgeführt. Trotz des drei- bis vierfachen Fassungsvermögens gegenüber des alten Veranstaltungsortes (Rathaussaal), ist diese Veranstaltung jedes Jahr ausverkauft (ca. 1.000 Besucher). Auch die Zahl der Mitwirkenden ist auf ca. 200 Personen gestiegen. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass diese Veranstaltung zu einem der größten kulturellen Höhepunkte im Saale-Holzland-Kreis geworden ist.