Hermsdorf und Jena

Hermsdorf Jena
Hermsdorf Jena
Prof. Dr. H. Bartelt
Prof. Dr. H. Bartelt

Ein regionaler, innovativer Wachstumskern mit dem Projektnamen „fanimat" (funktionelle anorganisch-nichtmetallische Materialien) ist das aktuelle Beispiel regionaler Kooperation von Forschungseinrichtungen und mittelständischen Unternehmen beider Städte. Zwölf Firmen und sieben Forschungseinrichtungen haben sich gemeinsam unter Koordination des Hermsdorfer Instituts für Technische Keramik am Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für das Programm „Förderung innovativer regionaler  Wachstumskerne" beteiligt und als einzige aus dem Freistaat Thüringen in der ersten Runde am 23. Juli 2001 die Bestätigung der Förderung erhalten. Die Partner werden im Rahmen eines „virtuellen Verbundes" ihre Entwicklungs- und Technologieaktivitäten stärker vernetzen und damit das Know-how der Region zu einem attraktiven, wettbewerbsfähigen Anbieter-Pool auf den Gebieten technische Keramik, Glaskeramik und Glas bündeln. Bis Ende 2003 werden die zwölf Einzelprojekte des Verbundes mit nahezu 10 Mio DM gefördert. Aus Jena gehören dem Verbund u.a. an: die Fachhochschule/Fachbereich Werkstofftechnik, das Otto-Schott-Institut der Universität, das Institut für Physikalische Hochtechnologie, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, das Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung; aus Hermsdorf u.a. die Unternehmen Tridelta, Micro-Hybrid, Siegert TFT, inocermic, die auch im Firmenteil dieser Publikation vorgestellt werden. Prof. Dr. H. Bartelt, Direktor des Instituts für Physikalische Hochtechnologie e.V. (IPHT) in Jena zur Position des Instituts in der Technologieregion Jena und zur Partnerschaft mit Hermsdorfer Betrieben und Forschungseinrichtungen:

„Das IPHT ist als außeruniversitäre Forschungseinrichtung wichtiger Bestandteil der Thüringer Forschungslandschaft. Mit seinen ca. 230 Mitarbeitern bearbeitet es anwendungsorientierte Forschungsthemen auf den Gebieten Magnetik/Kryoelektronik, Mikrosysteme, Optik und Lasertechnik. Aufbauend auf seinen Kernkompetenzen zur Dünnschicht- und Mikrostrukturtechnologie (einschließlich einer dazugehörigen Materialentwicklung) werden innovative Komponenten und Systemlösungen für unterschiedlichste Anwendungsfälle etwa in der Mess- und Sensortechnik, in der Informationstechnik oder in der Prozess- und Energietechnik entwickelt. Das IPHT ist eng verbunden mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und eingebettet in den Wissenschaftscampus Beutenberg. In vielfältigen nationalen und internationalen Kooperationen verfolgt das IPHT die Umsetzung seiner  Forschungskompetenzen der physikalischen Hochtechnologie in Produktanwendungen. So verbinden uns Geschäftskontakte am Standort Hermsdorf mit verschiedenen Betrieben, mit dem Institut für Technische Keramik und insbesondere mit der Micro-Hybrid Electronic GmbH. Es hat sich hier auf dem Gebiet optoelektronischer Mikrosysteme in den letzten Jahren eine kreative und konstruktive Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen und Vorteil entwickelt. Beiderseitige hohe technische Kompetenz verbunden mit einem langjährigen, vertrauensvollen Zusammenwirken bildeten die Basis für einen sichtbaren Produkterfolg. Diese Form der gemeinsamen Bearbeitung von innovativen Lösungen wird auch zukünftig dazu beitragen, den Standort am Hermsdorfer Kreuz national und international attraktiv zu gestalten."